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18. Februar 2026

Praxistest Subaru Forester: Robust und bodenständig

Der Forester gehört seit inzwischen 29 Jahren zur Modellpalette des japanischen Allradspezialisten Subaru, und sein Name ist Programm. Der „Förster“ ist vor allem bei Zeitgenossen ein beliebter Begleiter, die regelmäßig abseits befestigter Straßen unterwegs sind, aber keinen klassischen Geländewagen suchen, gleichzeitig aber die robusten Eigenschaften verlangen, und für die ein übliches SUV keine Alternative darstellt. Bei den Subaru-Händlern steht nun die sechste Generation des Forester, und die Preisliste beginnt bei 40.490 Euro.

Subaru gehört nicht zu den Herstellern, die jedem Trend hinterherlaufen. Die bodenständige Marke bleibt sich vielmehr seit ihrer Gründung im Jahr 1953 treu. Dazu gehört die Antriebstechnik. Unter der Haube des Forester arbeitet ein Boxermotor, wie er sonst nur noch von Porsche eingesetzt wird. Im konkreten Fall leistet der Zwei-Liter-Vierzylinder als Mildhybrid überschaubare 136 PS (100 kW), die er unaufgeregt auf die vier Räder überträgt. Der Vorgänger besaß noch einen 150 PS starken Antrieb. Der Verbrenner ist mit einem 12,3 kW (16,7 PS) starken E-Motor kombiniert, um den Verbrauch des Allradlers zu reduzieren, was allerdings nicht wirklich gelingt. Subaru verspricht 8,1 Liter auf 100 Kilometer (nach WLTP). Das ist im Alltagsgebrauch auch erreichbar, doch bei einer schnelleren Gangart kann der Verbrauch auch zweistellig werden.

Die Karosserie der sechsten Generation hat viele Designelemente des Vorgängers übernommen und ist um drei Zentimeter auf 4,67 Meter gewachsen, ohne dass der Radstand verlängert wurde, so dass sich das Platzangebot nicht verändert hat. Das überarbeitete Design lässt den Allradler allerdings noch robuster wirken. Vorne und im Fond herrschen angenehme Platzverhältnisse, und das 508 Liter messende Kofferabteil ist ausreichend dimensioniert, um bei Bedarf die Jagdbeute oder das Feriengepäck zu transportieren. Die Sitze sind komfortabel ausgelegt, eignen sich bestens für die lange Strecke und bieten guten Seitenhalt.

Der Mensch hinter dem Lenkrad blickt – Überraschung – auf gut sortierte Rundinstrumente, und außerdem erfreuen zahlreiche Tasten am Lenkrad die Freunde analoger Bedienung. Der Forester-Pilot muss sich also nicht mühsam durch verschiedene Untermenüs auf einem Bildschirm wühlen, um zum Beispiel die Außenspiegel einzustellen. Das mag für den einen oder anderen Zeitgenossen nicht mehr zeitgemäß anmuten, erleichtert aber die Bedienung und verhindert übermäßige Ablenkungen während der Fahrt.

Natürlich besitzt auch der Forester einen Infotainmentbildschirm (11,5 Zoll bzw. 29,5 Zentimeter), der auch das eigene Telefon spiegelt. Außerdem lässt sich Smartphone kabellos aufladen. Das Infotainment lässt sich über die großen, bunten Kacheln intuitiv bedienen.

Der Motor ist angesichts der Leistungsdaten kein Dynamiker, doch er erreicht eine gleichmäßige Leistungsentfaltung. Immerhin muss der Boxer knapp 1,9 Tonnen bewegen. Mit einer Beschleunigung von 12,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h ist der Forester beim Ampelstart nicht der Erste, doch der Subaru ist ohnehin eher ein Kandidat für die gemäßigte Art der Fortbewegung. Immerhin erreicht der „Förster“ bei Bedarf maximal 188 km/h. Am angenehmsten ist der Forester allerding bei einer zurückhaltenden Fahrweise. Die Kraftübertragung übernimmt ein zuverlässig die passende Übersetzung anbietendes CVT-Getriebe, das mit einer deutlich geringeren akustischen Rückmeldung als vergleichbare Getriebe arbeitet. Das Subaru Intelligent Drive System (SI) ermöglicht es, das Ansprechverhalten des Boxers den individuellen Gewohnheiten des Piloten anzupassen. Daneben steht noch die Einstellung Sport bereit, mit der die Beschleunigungswerte dynamischer, aber auch verbrauchsintensiver wird.

Der Forester gehört auf der Straße zu den angenehmen Vertretern seiner Gattung. Das ESP arbeitet unauffällig, die Lenkung ist präzise, und die Bremsen verzögern zuverlässig, so dass sich der Gelände-Kombi auch auf kurvigen Strecken nicht aus der Ruhe bringen lässt. In der Stadt schaltet die Hybridtechnik regelmäßig auf Elektroantrieb, so dass der Forester dort überwiegend elektrisch unterwegs ist. Das Fahrwerk erreicht einen guten Kompromiss aus Federung und Dämpfung und schluckt die Defizite der Infrastruktur sauber. Der Forester gehört zu den akustisch angenehmen Fahrzeugen, und erst jenseits von 130 km/h steigert sich die Geräuschentwicklung, wird allerdings dabei nicht unangenehm.

Mit an Bord sind insgesamt zwölf der üblichen Assistenzsysteme. Dazu gehört eine Verkehrszeichenerkennung, ein Notfall-Anhaltesystem und ein Querverkehrswarner. Die Sensorik funktionier tadellos, und die neue 360-Grad-Kamera bringt Übersicht beim Rangieren oder im Gelände. Wobei der Forester sich eher für nicht allzu anspruchsvolle Verhältnisse abseits der Straßen eignet. Dabei helfen zum einen die Bodenfreiheit (220 Millimeter) und die beiden im X-Mode-System bereitgestellten Einstellungen, um den permanenten Allradantrieb den unterschiedlichen Verhältnissen anzupassen. 

Daten Subaru Forester

Länge x Breite x Höhe (m): 4,67 x 1,83 x 1,73
Radstand (m): 2,67
Antrieb: R4-Benziner, 1995 ccm, MHD, AWD, CVT
Leistung: 100 kW / 136 PS
Max. Drehmoment: 182 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 188 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 12,2 Sek.
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 8,1 Liter
CO2-Emissionen: 183 g/km (WLTP)
Leergewicht / Zuladung: min. 1739 kg / max. 446 kg
Preis: 40.490 Euro

(Quelle: Walther Wuttke, cen)