31. Dezember 2025
Praxistest Maxus T60 Max: Imposante Erscheinung
Nicht nur aufgrund seiner Länge von 5,40 Metern ist der Maxus T60 Max eine imposante Erscheinung, sondern auch auch wegen des mächtigen Kühlergrills und des kantigen Vorderbaus. Er strahlt per se mit seinem Design Kraft und Robustheit aus. Das Interieur mit der massiven Mittelkonsole strahlt hingegen alles andere als schnöden Nutzfahrzeugcharme aus. Das Ambiente wirkt gefällig und hochwertig. Zwei 12,3 Zoll große Monitore beherrschen das Armaturenbrett. Physische Schalter finden sich nur noch am Lenkrad und an der Seite für die Fenster sowie für die Wahl der Antriebskonfiguration. Selbst der Warnblinker wird per Touchpad aktiviert.
Angesicht der Außenabmessungen und Innenausstattung wirkt der nur zwei Liter große Vierzylinder-Diesel beinahe schon ein bisschen aus der Zeit gefallen und unter der mächtigen Haube ein wenig verloren. Doch er mobilisiert ausreichende 215 PS (158 kW) und stemmt bis zu 500 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. In Kombination mit der Acht-Stufen-Automatik steht ausreichend Kraft zur Verfügung. Zudem ist er bereits für HVO100 und andere XTL-Kraftstoffe freigegeben. Der Motor klingt allerdings häufig etwas angestrengt, obwohl die Getriebestufen oft bereits bei um die 2000 Umdrehungen gewechselt werden. Hier wäre etwas mehr Motordämmung wünschenswert, aber darauf kommt es bei einem Nutzfahrzeug letztendlich auch nicht so sehr an. Viel wichtiger ist, dass der Maxus die vier Antriebsarten 2H, Auto, 4H und 4L beherrscht sowie 975 Kilogramm Nutz- und bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast bietet. Die Ladefläche misst rund 1,50 Meter mal 1,50 Meter. Die Wattiefe des 4x4-Pick-ups liegt bei 55 Zentimetern.
Je nach Sitz- und Lenkradposition sind die am linken Rand des 12,3 Zoll großen Informationsdisplays angeordneten Anzeigen für Tankinhalt, Geschwindigkeit und Drehzahl allerdings in Teilbereichen leicht verdeckt. Voll im Blick liegt stets die digitale Umfelderfassung, die auch Fußgänger am Straßenrand darstellt und den T60 von hinten in der Vogelperspektive zeigt. Dabei wirft sogar der Blinker sein Licht auf die digitale Straße. Da verwundert es beinahe, dass zwar die Fernlichtautomatik in der Grafik „an- und ausgeht“, nicht aber das Bremslicht aufleuchtet.
Als Nutzfahrzeug ist der Maxus nicht ganz so überfrachtet mit modernen und nicht selten aufdringlich warnenden Fahrhilfen. Die aktive Spurkorrektur arbeitet dafür umso emsiger, aber gleichzeitig angenehm unaufgeregt. Das begleitende Piepen könnte aber durchaus unterbleiben. Der Tempomat ist übrigens nur bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h aktivierbar, obwohl der T60 auf der Autobahn auch bei Tempo 150 noch ruhig und spurtreu bleibt. Der Maxus reicht die drei Fahrmodi Eco, Normal und Sport dar. Und wenn es mal ganz langsam vorangehen muss: Beim Wenden oder Ein- und Ausparken sowie im Gelände leistet die 360-Grad-Kamera mit Vogelperspektive angesichts der Fahrzeuglänge von 5,40 Metern willkommene Dienste.
Was fehlt? Eine Einstiegshilfe für den Fahrer. Er kann nur am Lenkrad über die Trittbretter ins doch recht hohe Fahrzeug ziehen. Hinter allen anderen drei Türen finden sich Handgriffe, die das Platznehmen erleichtern. Apropos Platz. Der Platz ist auch im Fond der Doppelkabine ausreichend bemessen und hinreichend bequem.
Fazit: Optik, Ausstattung und Offroadfunktionalität stimmen; Abzüge gibt es für den kleinen und etwas lauten Motor. Doch angesichts eines Preises von knapp 47.600 Euro ist der Maxus T60 Max in seinem Segment ein äußerst attraktives Angebot.
Daten Maxus T60 Max
Länge x Breite x Höhe (m): 5,40 x 1,96 x 1,87
Radstand (m): 3,16
Antrieb: 4-Zyl.-Diesel, 1996 ccm, AWD, 8-Gang-Aut.
Leistung: 159 kW / 215 PS bei 4000 U/min
Max. Drehmoment: 500 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 11,9 Sek.
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 9,1 Liter
CO2-Emissionen: 265 g/km
Leergewicht / Zuladung: 2275 kg / 975 kg
Max. Anhängelast: 3500 kg
Basispreis: 47.588 Euro
(Quelle: Michael Kirchberger, cen)